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Das Braunvieh ist ein Nachkomme des Torfrindes. Es entstand aus verschiedenen graubraunen Schlägen in der Schweiz, Vorarlberg und im Allgäu. Vom bekannten Montafoner Braunvieh gibt es nur mehr wenige Tiere oder Blutanteile.
Zur Verbesserung der Milchleistung wurde das einheimische Braunvieh etwa ab 1960 über Einkreuzung mit Brown-Swiss verdrängt. Dies führte immer mehr zu einer Verdrängung des ursprünglichen Typs mit all seinen Vorzügen.
Bei Brown-Swiss handelt es sich um eine amerikanischen Braunviehrasse, welche einst über Schweizer Auswanderer in die Neue Welt mitgenommen wurde und ebendort konsequent auf Milchleistung selektiert wurde. Leider führte dies auch zu negativen Begleiterscheinungen in der heimischen Population, wie etwa das zunehmende Auftreten erblicher Nervenkrankheiten. Gerade in diesem exemplarischen Fall kann man ermessen, wie wichtig und wirtschaftlich relevant der Erhalt der alten Haustierrassen - nicht nur als Genreserve - ist. Heute hat die österr. Population durchschnittlich einen BS-Anteil von über 75 %. Das Original Braunvieh ist mittelschwer und gut bemuskelt.
Im Vergleich zum Brown-Swiss ist es kleiner und leichter und daher insbesondere für Bergbauernregionen bestens geeignet. Die Färbung ist einheitlich braun, mit schwarzem Fotz, Mehlmaul und dunkler Zunge. Hörner sind weiß mit schwarzen Spitzen, Klauen sind dunkel und hart. Das OBR ist ein Zweinutzungsrind. |
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| Original Braunvieh eignet sich sowohl für die Milchviehhaltung als auch für die Mutterkuhhaltung. Die besonderen Vorzüge sind: die Genügsamkeit,
die lange Nutzungsdauer, die gute Eignung für die Alpung (ideales Gewicht - geringe Trittschäden), die gute Fleischleistung, hohe Vitalität. | Die geringere Milchleistung im Verhältnis zum Brown-Swiss wird durch eine wesentlich bessere Mastfähigkeit und Fleischqualität ausgeglichen. Weitere Vorzüge sind gute Futterverwertung und Widerstandsfähigkeit. Hinzu kommen Langlebigkeit und geringe Trittschäden bei der Alpung. Leichtkalbigkeit wurde durch gezielte Zuchtauslese erreicht.
Von bäuerlicher Seite gibt es durchaus Interesse, das Original Braunvieh zu erhalten. Für Biobetriebe mit Mutterkuhhaltung oder durch nur begrenzte Erlaubnis von Kraftfutterzukauf sind diese Tiere bestens geeignet. In weiterer Zukunft gewinnt wahrscheinlich der Aspekt der guten Eignung für die Landschaftspflege Beachtung.
Denn der Anteil der bäuerlichen Bevölkerung geht ständig zurück. Mit Hilfe der Population in der Schweiz und in Deutschland ist sicher eine Blutauffrischung möglich. Einige Tiere stehen im Alpenzoo in Innsbruck und auch im "Tirolerhof" im Tiergarten Schönbrunn, in Wien.
Aus Bundesmitteln wird eine Nukleusherde an der HBLA Kematen in Tirol unterhalten.






Rassestandard | Verbreitung | Zuchtgeschichte | Gefährdung | Leistungsdaten | Erfahrungsberichte | Hinweise zur Haltung | weiterführende Kontakte | Bildergalerie | Dokumente | Projekte | Öffentlichkeitsarbeit | Förderung(en) | mündliche Überlieferungen | ähnliche Rassen | Literaturliste |





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