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Murbodner Rind


Zusammenfassung

Das Murbodner Rind stellt eine autochthone Rinderrasse dar, die u.a. aus einer Vermischung der Bergschecken mit dem Mürztaler Schlag entstanden ist. Das Rind wurde als Dreinutzungsrasse gezüchtet, neben Milch und Fleisch zählte noch die Arbeitsleistung als Zuchtziel.

Das verwandte Mürztaler Rind, heute als selbständige Rasse ausgestorben, bildete die Ausgangsrasse für das Murbodner Rind. Erst ab dem Jahr 1869 wird von einer Murbodner Rasse gesprochen und ein Jahr später wurde die Rasse offiziell anerkannt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Murbodner Rind durch leistungsstärkere Rassen zurückgedrängt und massiv mit Frankenvieh eingekreuzt.

Die Farbe reicht von weiß über semmelfärbig bis hellrotbraun und ist je nach Gegend schwankend. Die helleren Tiere sind meist massiger und kurzbeiniger, die dunkleren (Mürztaler Typ) schlanker und hochbeiniger. Heute zählt das Murbodner Rind zum Gelbvieh. Besonders die Stiere sind dunkler und haben eine stärkerer ausgebildete Vorderpartie, zwei Merkmale, die auf Urrinder hindeuten.

Die Hörner sind sehr kräftig und aufwärts gerichtet. Das Beinwerk ist sehr gut aufs Gebirge eingerichtet, d.h. schlank und zäh mit auswärts gerichteter Beinstellung; besonders zum Bergablaufen geeignet. Murbodner springen wie die Gemsen! Der Charakter zeigt, dass die Murbodner früher als Arbeitstiere gezüchtet wurden: Obwohl untereinander sehr raufsüchtig sind sie zum Menschen sehr duldsam, sogar liebevoll und vor allem intelligent und willig.


Die Milchleistung liegt bei ca. 4000 kg bei 4,2% Fett. Besonders geschätzt werden die Widerstandsfähigkeit, die gute Mastfähigkeit und das qualitativ hochwertige Fleisch. Die Nachfrage nach Murbodner Rindern ist in den letzten Jahren wieder deutlich gestiegen.

Der Murbodnerviehzuchtverband (www.murbodner.at) kümmert sich sehr erfolgreich um die Erhaltung dieser Rasse.








Inhalte

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